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31.07.2017 | Handy & Computer

Handynutzung auf der Straße verboten!

Wer ab Ende Oktober 2017 sein Handy oder andere mobile Geräte benutzt, während er in der US-Großstadt Honolulu auf Hawaii über die Straße geht, muss mit einer saftigen Strafe rechnen. So soll verhindert werden, dass Menschen abgelenkt und dadurch verletzt oder getötet werden.

Zwischen 15 und 99 US-Dollar müssen Fußgänger demnächst blechen, wenn sie erwischt werden.Wiederholungstäter sollen noch tiefer in die Tasche greifen. Die Regelung gilt natürlich nicht für Rettungskräfte, die Polizei oder Menschen, die mit dem Handy Hilfe holen.

Aber ist so ein Gesetz überhaupt nötig? Nun ja, schauen wir uns die Zahlen mal an: Die Uni Maryland hat herausgefunden, dass es in den USA zwischen 2000 und 2011 mehr als 11.000 verletzte Fußgänger gab, die durch ihr Handy vom Treiben auf der Straße abgelenkt waren. Auch in Europa schauen die Leute beim Gehen gern aufs Smartphone. Die Dekra Unfallforschung hat in sechs europäischen Großstädten rund 14.000 Fußgänger beobachtet. 8 Prozent von ihnen tippten beim Überqueren der Straße auf ihrem Handy herum, 2,6 Prozent telefonierten und 1,4 Prozent taten beides gleichzeitig. 5 Prozent hatten Kopfhörer im Ohr und hörten wahrscheinlich Musik. Ganz interessant: Frauen waren häufiger beim Tippen zu sehen, Männer hörten viel öfter Musik.

Eins steht fest: Wer sich beim Überqueren einer Straße mit dem Handy beschäftigt, kann weniger auf den Verkehr achten. Vielleicht bräuchte es ja gar keine Gesetze wie in Honolulu, wenn die Menschen von sich aus das Handy einfach mal in der Tasche lassen würden – zumindest für die paar Sekunden, die es braucht, um über die Straße zu gehen. Was meinst du?