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21.12.2018 | Privatsphäre & Datenschutz

Sprachaufzeichnungen von Alexa auf Abwegen

Datenschützer warnen schon länger vor Sprachassistenten. Häufig wird nur unzureichend darüber aufgeklärt, wie viel die Programme tatsächlich mitlauschen, wie lange und wo die Mitschnitte gespeichert werden. 

Ein aktueller Vorfall zeigt, dass die Bedenken wohl nicht ganz unberechtigt sind. Ein Amazon-Kunde hat jetzt nämlich von seinem Recht auf Auskunft Gebrauch gemacht und vom Versandriesen die Herausgabe seiner Daten verlangt. Der Clou: Er selbst hat den Dienst nie genutzt. Trotzdem fanden sich in den Daten, die ihm ausgehändigt wurden, 1700 Aufzeichnungen, die allerdings von einem anderen Amazon-Kunden stammten.

Der Mann leitete die Daten anonym an die Computerzeitschrift c’t weiter, die der Sache nachgegangen ist. Jetzt hat Amazon öffentlich gemacht, dass hier wohl ein menschlicher Fehler unterlaufen sei, ein „isolierter Einzelfall“, und verspricht Besserung. Witzig: Um sich beim Betroffenen zu entschuldigen, soll Amazon dem Kunden unter anderem zwei weitere Echo-Lautsprecher geschenkt haben.

Du möchtest dich auch mal darüber informieren, welche Sprachaufzeichnungen Amazon von dir gespeichert hat? Das geht unter www.amazon.de/alexaprivacy. Übrigens kannst du hier auch mit einem Klick Aufzeichnungen von dir entfernen.